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Kein Gefühl von Frühling, obwohl ich schon blühende Bäume sah. Keine Zeit zu sähen; wegen des Wetters auch keine Lust. Wenig wächst, was aus meiner Hand kommt, aber ich setze alles auf April. Ansonsten war der März ein feines Tauziehen zwischen feministisch gefärbtem Zucker in Worten & Meetups und allerlei Krankheitszurückgezogenheiten. This month hurt, nicely.

märz2016
gelesen: Texte von Renate Sadrozinski, Heidrun Kaupen-Haas, Jalna Halmer, Frauke Stübig, Gisela Bock, Susanne Petersen, Ute Gerhard, Liselotte Steinbrügge, Myra Marx Ferree, Friederike Hassauer, Andrea Maihofer, Peter K. Fritzsche, Viktoria Frysak, Petra Pommerenke, Anja Schmidt, Hannelore Schröder, Friederike Wapler, Gisela Thiele-Knobloch, Katja Leyrer, José-Louis Bocquet.

geschrieben:  6791 Worte Hausarbeit mit einer Freundin über Olympe de Gouges, innerhalb von elf Tagen. Puh. Eine Hausarbeit über Gloria Anzaldúa’s Gedicht „To live in the Borderlands Means You“ umgekrempelt, um- und fast fertig geschrieben. Eine Miniatur für das MISSY Magazine. Keine 75owords.

gesehen: Schöne TEDtalks (1, 2, 3, 4, 5), und ziemlich miese (Airbnb, Uber).

gerochen: Kinderurin.

geschmeckt: Sputum.

gehört: das, nach Hausarbeitsabgabe. Viele Folgen Ask Me Another und Pop Culture Happy Hour. Alle Folgen Women Of The Hour. Meine Stimme tagelang nur flüsternd. Und danach durch ein Mikrophon in Kopfhörern mit einer Menge #tmi.

geschafft: Fahrstunden, Hausarbeiten, feministische Demo mit Kind in Köln (dort <3-Homies aus dem Internet getroffen) und feministische Demo in Frankfurt mit Kind und coolen Leuten. Eine Nacht in der Unibibliothek, zehn Stunden Schreiben non stop. Kommunalwahlzettel ausgeteilt, auseinandergefaltet und ausgezählt.

gesundet: Mandelentzündung mit 40° Fieber, eine Muskelzerrung im Bauch, die sich als eine Blinddarmüberraschung tarnte, und dazwischen ein Krankenhausaufenthalt mit entzündetem Kind.

gescheitert: Trotz langer Schreibnacht Hausarbeit Nr. 1 nicht geschafft.

gestrickt:  Vier Flicken für eine Decke, an einem Tuch, keine Socken.

gefühlt: texterschlagen, schmerzumwunden.

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Das Jahr hängt immer noch hinterher. Die Erinnerung an den Februar hängt in den März hinein. Der Winter dauert ja auch noch an. Und sollte es eigentlich nicht mehr. Ich hänge hinterher, mit Arbeit, mit allem. Und sollte es eigentlich nicht mehr.

vulvahat3

gelesen: Texte von Gloria Anzaldúa, Linda Garber, Jo-Ann Berelowitz, Roger Bromley, Jennifer Browdy de Hernandez, Karen Foss, Lynda Hall, Hector A. Torres, Sonia Saldívar-Hull, Martina Koegeler-Abdi, Suzanne Oboler, Karin Rosa Ikas, Robert Young, unter anderem.

geschrieben:  die 750 Worte mal vergessen, seitdem ist dieses Schreiben on hold. Gut 5000 Worte Hausarbeit, aber nicht fertig zur Deadline, weil doppelt zu lang. Mails geschrieben an Prüfungsämter und Lehrende. Und eine Frage über Kinder, die fluchen.

gesehen: die Welt durch die Kamera mit Filmrolle drin. München. Dort die erste Disputation meines Lebens, und bestimmt die schönste. Meinen Text im gedruckten MISSY Magazine.

gerochen: Handcreme, vor aufgeschlagenen Büchern.

geschmeckt: Tahin und Zitronensaft als Brei auf Brot.

gehört: Tinnitus in verschiedenen Klanghöhen.

geschafft: Noch mehr Fahrstunden. Auf einem Podium gesprochen. Teil 2 eines Juleica-Seminars mit Kind (mehr Kind sehen als Seminar). Eine Anmeldung rechtzeitig in einen Briefkasten zu werfen, um Tage später einen Anmeldelink anklicken zu können.

gescheitert: Am Versuch, eine Woche lang ein Podium vorzubereiten, eine Hausarbeit zu schreiben, ein Kind mit ansteckender Krankheit zu betreuen. Seitdem flucht das Kind wieder mehr.

gehabt: Besuch von C. und R. in F. All the <3s.

gestrickt: Ein Paar Socken. Neun Flicken für eine Decke.

gefühlt: zuversichtlich panisch

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Ein Monat wie ein Jahr, und an seinem Ende wünsch ich mir, wir könnten das Jahr hier noch mal von vorne beginnen. Nicht nur, weil Nachrichten machen, dass man den Kopf unter Geröll vergraben möchte. Ich brauche mehr Zeit zum Planen und dazu, die Dinge zu erledigen, die ständig neu anfallen, während ich gerade dabei bin, Zeit frei zu räumen, um Unerledigtes aus dem alten Jahr angehen zu können. So geht das nicht.

januar22016

gelesen: Texte von John Barth, Gloria Anzaldúa, Juno Díaz, Jonathan Culler, Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald, Stanley Renner, Emma Goldman, Emmeline Pankhurst, Gertrud Bäumer, Marianne Weber, Rosa Mayreder, Alice Salomon, Jonathan Franzen.

geschrieben: 31x 750 Worte. Eine Miniatur über mein Reenactment dieses Radiohead-Videos für das MISSY Magazine. Eine Unihausaufgabe. Auf kleinerdrei.org etwas über Kindergartenbewerbungen. Und dann noch daran mitgeschrieben.

gesehen: den Mond, der just an den Wolken vorbeisah, als ich mein Telefon im Schnee suchte. Als ginge ein Nachtlicht an.

gerochen: köchelnde Kichererbsen.

geschmeckt: Schnee. Frischgepressten Orangensaft.

gehört: Vulnicura von Björk. Dancehits-Playlisten auf Spotify. Und Podcasts: alle Folgen von Startup nachgehört, außerdem alle Folgen von Nursing & Cursing und das andere übliche Zeug.

geschafft: Meine ersten praktischen Fahrstunden. Auf einer Demo gesprochen, für eine Zeitung gesprochen. Teil 1 eines Juleica-Seminars mit Kind (Katastrophe).

gestrickt: Ein Paar Socken. Vier Flicken für eine Decke.

gefühlt: overwhelmed.

 

12von12 – Januar

What a day. Ein Tag nachdem #ausnahmslos online ging. Ein Ding, an dem ich nicht unbeteiligt bin. Ein Tag nach drei Stunden Schlaf. So müde, dass meine Konzentration sich nicht am Tag beteiligt, sie hat sich eine Entschuldigung schreiben lassen. Dieser Tag ist, wie alle Tage in dieser Woche, viel und voll, bis oben hin. Meine Augen gehen zwischendrin immer wieder zu.  Mehr von anderen 12. Januaren gibt es hier.

A_day_when_emails_jumpstarted_my_morning__12von12Gemächlich wachliegen (nachdem ichs fürs Morgenmagazin, und das ist sehr deutlich morgens, aus dem Bett gerufen wurde und wieder ins warme Bett zurück gesprungen bin), und dann sind Mailantworten so dringend und ausführlich nötig, dass ich sie nicht aus dem Bett heraus erledigen kann, sondern endgültig aufstehen und an die Tastatur muss.

3_hours_of_sleep__calling_for_a_shower__12von12Unter die Dusche, um wach zu werden, und weil es wirklich nötig ist. Die Ferien sind vorbei.

newborn_or_at_least_somewhat_alive_again__12von12Sauber? Check. Wach? Hmgehtso.

waiting_for_my_first_driving_lesson._this_was_not_my_car_but_it_was_quite_a_sight__and_it_had_a_twin.__12von12Erste praktische Fahrstunde. Während ich auf die Fahrlehrerin warte, fahren zwei Autos auf die Tankstelle, die beide komplett mit wilder schwarz-weißer Musterfolie vollgeklebt sind und alle Blicke auf sich ziehen. Ich kriege beim Fahren die Kurven nicht und komme mir vor wie in einem Autofahr-Computerspiel.

University__favorite_class._We_talked_about__ausnahmslos_and_I_had_my_Angela_Davis_bag_with_me_for_a_reason__12von12Die Fahrschülerin nach mir hat eine Autobahnsonderfahrt und darf sie damit verbringen, mich zur Uni zu fahren. Dort Klassikerinnen feministischer Theorie, mein Lieblingskurs, aber ich bin nicht gut vorbereitet (sorry!) und nicht ganz ‚on‘. Aber mein Herz schlägt durch mein Hemd, als die Sprache auf #ausnahmslos kommt. Weil ich im Entstehungsprozess des Statements immer wieder an die Grundlagentexte aus unserem Seminar denken musste, und daran, was einen feministischen Text eigentlich ‚klassisch‘ macht, oder wegweisend.

breakfastdinnerlunch._4pm__time_to_sit_down_and_eat_something_for_the_first_time_that_day.__12von12In den Momenten der letzten Tage, die ich nicht vor verschiedenen Bildschirmen verbrachte, habe ich Hummus vorbereitet und nach den Vorschlägen von Ella zubereitet. Ein Durcheinander, weil ich so ungeduldig bin, dass ich die Hülsen schon von den Kichererbsen ziehen will, wenn sie noch kochen, und ständig im Wasser herum rühre, damit sich die Hülsen lösen. Was mich mit Kichererbsenbrei im Kochwasser und verbrannten Fingern zurücklässt. Aber fertig ist dieses Hummus so soft, wie ich noch nie eins aß. Wie Mousse fast. Am 12.1. komme ich um 16 Uhr nachhause und habe das erste Mal am Tag Ruhe, zu sitzen und zu essen. Ich werde den ganzen Tag nur Hummus essen.

The_day_care_center_has_still_the_best_view_of_the_Old_Jewish_Cemetary_but_you_don_t_see_so_much_when_you_pick_your_child_up_late__in_January__12von12Das Kind von der Krippe abholen. So spät, dass es weint. So spät, dass die Gräber auf dem Alten Jüdischen Friedhof, auf den man von nirgends so gut schauen kann, wie von der Krippe aus, kaum zu erkennen sind.

A_long_way_home__watching_bunnies__ducks_and_the_moon__12von12Heimweg mit Kind, auf der anderen Seite des Weihers entlang. Wir beobachten Kaninchen und ihre weghoppelnden weißen Schwänzchen, schauen zu den Enten auf ihrer Privatinsel rüber, gehen Hand in Hand und singen.

The_kid_went_from_identifying_letters_and_numbers_on_license_plates_to_painting_letters._T_works__O_kinda_works._On_January_the_12th_the_kid_called_me_from_another_room__declaring_N_painted__Indeed.____12von12Während ich in der Küche stehe und scrolle, ruft das Kind aus dem Wohnzimmer „N malt!“. Ich gehe gucken und tatsächlich. Ein N. Und viele Zickzacklininen, von denen einige mehr Ns sein können. Einfach so. N wie Nicole, das weiß das Kind. Und kann auch den Anfangsbuchstaben des eigenen Namens. Ich bin sehr fasziniert, aber will es nicht überinterpretieren. Buchstaben sind auch nicht viel mehr als Bilder. Und leichter zu malen als eine Dampflokomotive.

This_looks_worse_in_real_life._No_time_to_get_shit_done__no_time_to_do_nice_stuff.__12von12Etwas verzweifeln am unaufgeräumten Wohnzimmer, in dem das ungeklärte Business von Weihnachten noch rumhängt. Immerhin ist der Baum weg und wartet nicht auf Ostern. Der kleinerdrei-Hangout ist geschafft und ich sehe kein Morgen vor lauter To Dos und Baustellen (die wenig mit kleinerdrei zu tun haben).

Figuring_out_a_term_paper_thesis_for_Gloria_Anzald_a_s_poem_To_Live_in_the_Borderlands_Means_You._Any_ideas__12von12Viel zu spät mit einer Uniaufgabe anfangen und mit müdesten Augen durchs Uni-OPAC waten, auf der Suche nach Quellen, für die mir noch die Fragestellung fehlt. Was kann ich ein Gedicht fragen, das eine Antwort von 2500 Worten nicht übersteigt? Ich nehme mir vor, noch mal darüber zu schlafen, die Deadline ist Mittag des nächsten Tages.

12_days_in_a_row._The_new_year_offered_my_a_fresh_start_I_did_not_order.__12von12Schreiben, vor dem Schlafengehen. Ausgerechnet am 31.12. hatte ich es vergessen. Nach 330 Tagen ohne Unterbrechen. Alles auf Null, mit dem neuen Jahr. Das soll mir nicht mehr passieren.

guter Dinge

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Noch einmal verschnaufen, ehe das Jahr den Berg herunter kracht. Es fühlt sich an wie ein Monat oder mehr, dabei sind seine Tage gerade erst zweistellig geworden. Es vergeht zu schnell, dafür dass diese Tage zu vollgestopft sind. Teils mit To Dos, teils mit Scheiße (sorrynotsorry media circle). Und mit Theorie für den Führerschein. Es hängt noch ein Rest aus der Zeit zwischen dem einen Jahr und dem anderen an mir fest. Den einen will ich abarbeiten. Mit dem anderen will ich im Stillen sitzen, Beine verschränkt, Augen zu, und nachdenken.

Zu dem was kommt.

Fortgeführt, die Idee einer Herzliste –
Vorsätze, die nicht Pflicht sein sollen, um Defizite auszugleichen. Eher, was ich mir vornehme, was ich will, wirklich. Abhaken, was Spaß macht. Ein Plan.

Was ich letztes Jahr geschafft habe, scheint überschaubar. Puppen genäht, mit Routine geschrieben für mich und öffentlich, das Jahr am Saum festgehalten. Mit Überraschungen, wie dass ich Uni kann, mich einzig vor Unibürokratie fürchten muss. Ich weiß, warum mein Gedichtversuch nicht gelang, und wie es gehen kann. Oder warum ich nicht Harry Potter las.

Und fürs Neue?

Zwei Jahre vor mir hergeschleppt, dieses Jahr wird es was: ich lerne Autofahren. Antrag ist abgegeben, praktische Stunden sind vereinbahrt. Mit meinem Führerschein kann ich im Sommer nach Rumänien fahren. Wofür ich einen Intensivkurs Rumänisch machen werde. Und dann werde ich, wenn mir nicht die Zeit einen Streich spielt, meiner letzten Uroma ein Ururenkelkind in den Arm drücken.

Ich will nicht nur für Deadlines schreiben, auch den Wecker stellen für Schreiben ohne Anlass. 52 Gedichte, neuer Versuch. Schreiben öfter öffentlich.
Geld sparen. Für Führerschein, Reisen (alleine, USA, vielleicht?), Unikosten und so weiter. Aber auch für die Ausbildung zur Doula.
Mehr Ballett. Vielleicht auch Rollerderby.
Aussortieren. Lernen. Keimlinge ziehen.

Was ich mir wünsche

Wieder richtig lektoriert werden, einen Text auseinandergenommen zu bekommen, und ihn danach flicken. Mehr Text in Print. Geld für Text, und Credit Points. Text in Code.
Was wünschen, was noch geheim ist, und eher Glücksspiel.

Ich will aufgehen. Nicht wie Plunder, nicht wie Hefe. (Aber Plunder verspeisen.) Wie das Loch einer heruntergefallenen Masche aufgehen, offen sein. Dass Finger hindurchpassen. Keine Angst davor, dass alles zusammenfällt. Was daraus wird oder fällt, wir werden es sehen.

all der Dinge

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far and near
are all around

Ich beende das Jahr wie ich es begann, mit Caroline Shaw im Ohr, mit Melodien, die meine Hände nachzeichnen. Partita for 8 Voices. Ich denke all der Dinge, die dieses Jahr in sich hatte, und wie es sich macht, im Vergleich mit all den anderen. Dabei ist der Unterschied nur, dass ich es ein bisschen besser dokumentiert habe. Ich kann es beweisen, und mich darin. Es verflog nicht bloß.

Eine partielle Sonnenfinsternis, eine vollständige Mondfinsternis. 19 Texte für kleinerdrei, was für die MISSY und für Frau Frohmanns Tausend Tode. Einen Pullover gestrickt, Regenbogengarn gesponnen. Tomaten und gelbe Paprika vom Samen zur Frucht gebracht. Karussell und Dampflokomotive gefahren.

Die Dinge, die außerhalb meines Schreibzimmers passierten, waren oft schlimm. Ich glaube, diese Konstante bleibt von Jahr zu Jahr. Zu sagen es sei ein gutes Jahr gewesen, politisch, das kann nur ignorant sein. Irgendwas ist immer. Schlimmer ist: Menschen sterben und sollen es nicht. Bei System und Struktur können wir uns wenigstens wünschen, dass was zu ändern geht. Doch Menschen sterben und es ist unumwünschbar.

Und für mich, in meinem Schreibzimmer? Willnichklagn. Ich kann mich tragen. Und habe alles ein Stockwerk höher geschleppt, das Schreibzimmer ist jetzt ein Kinderzimmer und Andreas alte Werkstatt unter dem Dach ist jetzt mein neues Schreibzimmer. Eine neue Werkstatt. Ich habe Jahreszeiten gesehen, sah Rabenkinder flügge werden und mein Kind singen lernen. War in Wien und in Berlin, wie das Jahr zuvor. Ich sah die besten Köpfe meiner Generation im Internet und mich von innen mit Brille. Jetzt ist es dunkel. Zeit, dem alten Jahr gute Nacht zu sagen.

Wunderkerze an und mit melancholischem Blinzeln raus.

 

12

Der vollste Monat. Der, der die meiste Planung benötigte, und dann doch so voll war, dass sich kein Platz für Planung fand. Der Höhepunkt des Jahres, oder das, was er gewesen wäre, wenn man sich am 25. Dezember fragt: „Und das wars jetzt?“Ich habe mich das nicht gefragt.
In dem Zwischending, das die letzten Tage vor dem neuen Jahr sind, wünsche mir ein weiteres Zwischen dazwischen. Um Zeit zu haben für Pause in Pyjamas, und dafür, verspätete Pakete, Uniferienaufgaben und das alte Jahr loszuschicken. Dafür, das neue Jahr zu planen, so lange es noch nicht begonnen hat. Um es nicht wie diesen Monat auf Improviation zu bauen. Nevertheless, I liked December’s tune.

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gelesen: Texte u.a. von Susan Glaspell, Jane Austen, Terry Eagleton, Franz Stanzel, Gérard Genette, Charlotte Perkins Gilman, Katherine Mansfield, Helene Lange, Minna Cauer, Helene Stöcker, Lida Gustava Heymann. Wie Rosie den Käsekopter erfand von Andrea Beaty (unbefriedigend übersetzt). Für Hund und Katz ist auch noch Platz von Scheffler und Donaldson (fantastisch gedichtet). Diverse Weihnahtspixies. Als allerliebstes, wegen Widmung und Karte dazu: mein Kickstarter-Perk-Taschenbuch Introducing Teddy von Jessica Walton.

geschrieben: Einen Selbstversuch in DIY, einen Erklärungsversuch, warum die Vorweihnachtszeit mich stresst, und im Detail über einen dieser Stressfaktoren, nämlich meinen Versuch 24 Weihnachtsfilme bis Mitte Dezember zu sehen.

gesehen: Frozen, How the Grinch Stole Christmas, Jingle All the Way, Death of a Salesman, Pippi Langstrumpf feiert Weihnachten, The Miracle on 34th Street I & II, A Very Murray Christmas, Kevin allein zu Haus & in New York, Scrooged, Tödliche Weihnachten, It’s a Wonderful Life, Pettersson kriegt Weihnachtsbesuch, Die Suche nach dem Weihnachtsstern, Star Wars – The Force Awakens (Mein erster 3D-Film im Kino und der erste Film, den mein Bruder im englischen Original im Kino sah)

gerochen: Eggnog- und Rentierseife von Lush, vor einem Jahr vergünstigt gekauft und für diese Adventssaison aufgehoben. Räucherkegel und Adventskranznadeln. Nelken in Orangen. Ausgepustete Streichhölzer. Erbrochene Milch und Nudeln.

geschmeckt: Zotterschokolade. Heiße Zitrone mit Zuckerrübensirup, Sternanis und Vanille nach Nomis Rezept. Selbstgemachten Eierlikör. Pilzgulasch. Kardamonkakao. Windbeutel. Gans mit allem drum und dran.

gehört: Händels Halleluja auf Repeat (das Kind weiß, dass es der zweite Track auf dem Album ist), das Bach’sche Weihnachtsoratorium nachdem das Glöckchengeklingel die Kinder zur Bescherung führte,  Der Tee von Eugenia und andere Songs vom Album Unter meinem Bett, zum Beispiel noch

geschafft: nicht die Krise zu kriegen. Mein Schreibzimmer leerzuräumen, um Platz zu machen für ein Kinderzimmer. 24 Sterne fürs Treppenhaus und 23 Schneeflocken für Fenster zu falten, nachts fürs Haus Nikolaus zu spielen. Mich in den Führerstand einer Dampflokomotve zu trauen und für einen Führerschein anzumelden.

gewundert: über die Polizei, die am Heiligen Abend im dunklen Innenhof mit großen Taschenlampenkegeln mutmaßlich wen auf einem Baugerüst suchte, während nebenan in unserem hell erleuchteten Wohnzimmer das Weihnachtsessen und Geschirr für 12 Leute auf den Tisch gebracht wurde.

gesucht: meinen Christmas Spirit. Und ständig die Tesa-Kleberolle.

gefunden: die Hausschuhe des Kindes

gefühlt: überfordert. Zufrieden.