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Den Juni fast vergessen. Dabei war er gut (zu mir). In einen Rhythmus und einen Gelingen kommen, meistens nicht so dumme Sachen sagen oder schreiben (manchmal schon), den Rest der Zeit immerhin die Augenbrauen in die Sonne halten. Was auch immer ich will, es wird. Nicht nur weil ich mein Wollen zurückhalte.

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gelesen: Redefining Realness von Janet Mock (yes!), Ferien für immer von Christian Kracht et al (fad), Ich bin Ich von Judith Jannberg (naja), Das Zimmer von Helen Garner (taugt), Von der Schwierigkeit eine gute Stiefmutter zu sein von Ulrike Millhahn (pfff), viele nutzlose Abstracts und einige Journal-Artikel, die auf meine Recherchefrage passten. Darunter 40 fantastische Seiten From Choice to Reproductive Justice: De-Constitutionalizing Abortion Rights von Robin West im Yale Law Journal.

geschrieben: eine Rezension für kleinerdrei zu Fresh Off The Boat, noch eine Rezension für kleinerdrei zu Girlhood/Bande des filles, eine kleine geschichtswissenschaftliche Hausarbeit

gesehen: Die erste Staffel Orange is the New Black. Bestmögliche Serie. Runde und komplexe Figuren und dazu ein Storytelling, das süchtig macht. Und: gesehen worden.

gehört: Musik im Auto, die ich mir ausgesucht habe. (Geburtstagsprivileg) Die Setlist einer 90er Party. Die ich für Eurotrash und Boybands besuchte und nach raumgreifendem Headbangen zu Killing in the Name mit dem Vorsatz verließ, wieder mehr Gitarrendinge zu hören. (Pop: mit Pferdeschwanz tanzen. Rock: Pferdeschwanz lösen und los.)

gerochen: eine mit Lack gestrichene Wand in einem Uniflur, in dem sich die Fenster nicht öffnen lassen. Hielt über Wochen. Und ich mir die Nase zu.

geschafft: die Hausarbeit am Wochenende vor meinem Geburtstag zu schreiben und trotz Abgabefrist bis zu eben jenem Tag einen schönen Freizeitparktag zu haben, statt vor dem Bildschirm zu verzweifeln. 100 von 100 fucking Punkten dafür zu bekommen. Schönste Anerkennung mit einem Zwinkern für andere Uniarbeit. Und Lohnarbeit.

gelernt: dass ich das mit der Uni hinbekomme. Gut hinbekommen kann. Ich muss es nur machen.

gesucht: Garderobenmarken.

(raus)gefunden: dass es in Frankfurt ab dem Wintersemester 15/16 Gender Studies als Nebenfach geben wird. Seit ich vor zehn Jahren in Schweden zur Schule ging (und lange annahm, soetwas wie ‚genusvetenskap‘ könne es nur dort geben), träume ich davon, das in echt und offiziell zu studieren. Daumen halten.

gefühlt: mutig, überheblich, sehnsuchtsvoll

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