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Bye bye, Mai. Grün genug, und voller Zeug, das ich im März schon hätte machen sollen. Geld verdienen zum Beispiel, aber im März habe ich es für eine Bewerbung auf den Kopf gehauen. Viel Unerledigtes hier. Viel zu wünschen und wenig Umsetzungsvermögen. Im Baum am Balkon haben Raben oder Krähen gebrütet. Ich erkenne den Unterschied nicht. Jetzt hört man ihr Baby-Gekrähe. Oder Gerabe. Was es ist, es macht ein zärtliches Gefühl.

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gelesen: The Radical Doula Guide von Miriam Zoila Pérez. Wichtiges politisches Grundlagenwissen für alle Leute in Geburtshilfe und Schwangerenbetreuung, aber überraschend wenig Neues für mich. Trotzdem froh, an der Crowdfundingaktion zur Wiederauflage beteiligt gewesen zu sein.
Kurz und bündig – Die schnellsten Geschichten der Welt, „eingefangen“ von Daniel Kampa. Ethikbuchtextchen.
Und Lektüre für die Uni, von katastrophal (David P. Barash) zu Texten, die komplexe Verhältnisse augenöffnend gut zusammenbringen (Joan C. Williams).

geschrieben: einen Streikaufruf bei kleinerdrei, eine Übersetzung für das Magazin progress, mindestens 750 Worte jeden Tag, eine Play- und viele To-Do-Lists.

gesehen: die erste Staffel Fresh Off the Boat, alte Folgen Fireman Sam, simultanübersetzt fürs Kind, und 90er-Jahre-Krimis aus dem öffentlichen Rundfunk, weil ich vergaß, den Fernseher auszuschalten.

gehört: alte ESC-Favoriten rauf und runter, die neuen nach dem Finale als Ohrwurm beim Aufwachen, jeden Tag einen anderen. (Lettland, Serbien, Montenegro, Schweden, Georgien)

gerochen: Mandel-Pflegelotion. Meine Finger, nachdem sich ein Tomatentrieb zwischen ihnen befand. Pollen, die klebrigem Chlor ähneltem.

geschafft: lange und kurze Schichten Lohnarbeit an der Messe. Meine erste Rechnung geschrieben, anderes Geld angeleiert.

gelernt: wie man (nicht) damit umgeht, wenn ein Koffer aus der Garderobe verschwindet. Dass ich diese Arbeit wirklich gerne mache. Verschiedene Ballettbewegungen, und dass ich diese Sportart noch viel mehr wirklich gerne mache. (Und mehr Body Issues in allen Yoga-Gelegenheiten, an denen ich teilnahm, als im, ausgerechnet, Ballett.)

gesucht: eine These und Quellen für eine Hausarbeit, die an meinem Geburtstag fällig ist. Zeit, sie zu schreiben.

gefunden: Quellen.

gefühlt: verwundbar. Vielleicht ein Gewinn.

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