Stillleben

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Ein Gedanke zu “Stillleben

  1. Nicht verzagen, falls es gar nicht klappen sollte: Man kann sein Kleines auch ganz wunderbar mit dem Fläschchen großziehen. Für mich war Stillen eine ganz schreckliche Erfahrung, schmerzhaft und frustrierend. Ich hatte ein ziemlich saugwütiges Baby, das nicht satt zu kriegen war. Nach zwei Wochen hatte es 300 Gramm abgenommen, obwohl es rund um die Uhr an der Brust war (ich habe mir davon sogar eine Bronchitis eingefangen wegen Verkühlung). Mir hat jedes Stillen die Schmerztränen in die Augen getrieben und das Baby hat vor Hunger und Koliken stundenlang fürchterlich geschrieen. Ich hatte Riesenglück, dass ich keine ideologische Hebamme hatte, sondern eine pragmatische, die uns nach knapp 14 Tagen vergeblichen Stillens zur Flasche riet. Und von da an wurde alles gut: Das Baby ist zum ersten Mal satt und zufrieden eingeschlafen und hat sich fortan prächtig entwickelt und auch die Koliken waren sofort weg. Außerdem schläft es seit der ca. 6. Lebenswoche durch – bis heute. Es war die ersten elf Monate kerngesund, es hatte nicht mal einen Schnupfen, hat keine Allergien und eine wunderbare Haut. Der Kleine ist auch nach wie vor gesundheitlich sehr robust, ein guter Esser und athletisch schlank.

    Stillen wird in jeglicher Hinsicht überschätzt, gerade die gesundheitlichen Auswirkungen werden in etlichen Studien bezweifelt. Es hat natürlich viele praktische Vorteile, aber die rechtfertigen nicht den massiven Druck der Still-Diktatur. Als nicht-stillende Frau muss man sich dauernd verteidigen, überall schlägt einem die Schlagzeile „Stillen ist das Beste für ihr Kind“ wie ein Fausthieb ins Gesicht. Aber mein Kind ist die beste Werbung fürs Fläschchen!

    Ich wünsche euch natürlich trotzdem, dass es sich noch einspielt, Stillen ist ja auch was Schönes. Ist jedenfalls gut, dass ihr mit Milchnahrung etwas nachhelft. Das hätten wir auch so machen sollen, aber ich war in einem sog. ’stillfreundlichen Krankenhaus‘, da ist das ja verpönt. Dabei wird es neuerdings ausdrücklich empfohlen, bei verzögertem Milcheinschuss etwas Milchnahrung zu füttern. So ist das Baby ruhiger und die armen Brüste werden geschont anstatt blutig genuckelt. Viel Glück***

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