wip wednesday

eins, Schreiben: Müdigkeit, die sich auch auf Korrespondenz legt. Etwas verstanden haben übers Schreiben und Kritik. Der Zusammenhang zwischen dem Vorsatz nie wieder zu schreiben und nie wieder zu essen. Lebensnotwendigkeiten, schöne, schwierige. Noch was zu lernen über die Dynamik von Texten im Internet.

zwei, Selbstmachen: Der Geburtstag brachte selbstausgesuchtes Selbstmach-Foo; eine Nähmaschine, einen Pürierstab, ein Spinnrad. Schönes Teil, das Bliss heißt. Was gestickt, zum Verschenken. Die Hose fertig gestrickt, eine Tomate dazwischen, Filzschühchen auf den Nadeln. Wolle aus Norwegen im Beizbad, ich guck in eine Glaskugel und sage eine Probefärbung mit Krapp voraus. Soviel neuversponnen und verzwirnt. Ob man das verticken kann? Ungeduld, bis die Tour de Fleece beginnt und Sorge, dass mir die Fasern vor der Zeit ausgehen.

Selbstgestrickte Baumwolltomate inmitte von jungen TomatenpflanzenblätternSelbstgestrickte Krembelhose mit lila Fuß- und Bauchteil und dunkelgestreiften Beinen, die auf zwei lila Ballerinas in einem weißbezogenen Bett liegt. Strickfilzschuhe in the making, einer fertiggestrickt, aber noch nicht vernährt, ein anderer ganz am Anfang auf der Nadel.Wolle aus Norwegen im Beizbad.verschiedene handgesponnene Wolle auf einer beigen Sessellehne, darüber an der Wand Goldglitzergeschenkpapier.

drei, Pflanzen: Sie sind so groß geworden, ich würde sie jetzt gerne sich selbst überlassen. Sollen sie sich doch einen Job suchen und Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Aber dann ziehen sie vielleicht aus und das ist mir auch nicht recht. Also gießen. Endlich den Dünger benutzen. Die Teenie-Tomaten in eigene Töpfe umsiedeln.

Halb verblühte rote Rosen in Nahansicht, sehen so fast aus wie Mohn. Grüne Paprikafrüchte, die noch ein ganzes Stück wachsen und reifen müssen. Junge Tomatenpflanze, im Hintergrund am Topfgrund eine selbstgestrickte Baumwolltomate.

Die Nachzüglertöpfchen füllen sich mit Pfefferminze und vielleicht Rosmarin. Daneben ertrinken Sträucher in eigenem Erdschleim und ich verstehe nicht, wieso.

Kleiner Rosmarinzweig am Topfrand. Frischer Pfefferminz, der aus einem Topf wächst, in dem eine Solarleuchte steckt.

vier, Organisation: Der Selbstmachplatz verändert sich, ich sortiere Nähsachen, trage Sachen zusammen oder in den Müll. Soviel Zubehör, das aus Handarbeitszeiten meiner Cis-Mutter noch übrig ist. Ich muss nur was damit machen und rausfinden, wie.
Der Vorsatz das Haus zu verlassen gelang zu Beginn, dann knickte ich ein und ließ Telefonate als Ausgeh-Äquivalent gelten. Dann ließ ich beides sein. Erkannt, dass ein Korrespondenzproblem bestimmt mit dem Layout von Gmail zu tun hat. Thunderbird zurückholen, das ist aufgeräumter. Strukturelles To-Do. The need to keep my head straight. Festhalten.

fünf, Fötus: Das Gefühl, der Bauch platze bald, so sehr drückt es von innen gegen die Decke. Immer noch ein angenehmes Gefühl von Indifferenz gegenüber dieser Schwangerschaft. I worry not. Nur: ich sing auch nichts, erzähle nichts, nestle nicht an Vorfreude oder Projektionen rum. Das ist entspannt und macht doch Sorge. Was, wenn diese Gleichgültigkeit bis nach der Geburt bleibt? Bin ich wirklich entspannt oder lasse ich diese Schwangerschaft nur über mich ergehen, bis was Neues passiert? Sollte ich mich mal auf den Bauch konzentrieren oder würde mich das nur auscreepen? Nestbautrieb herbeiwünschen, damit ich mich mal aufraffe, zu irgendwas.

Advertisements

beschenkt, 13

Nicht vergessen, nur vertrödelt. Vor einiger Zeit kam hier ein Geschenk von Graukarpfen und Familie an, über das ich mich sehr freute und das das letzte Geschenk gut ergänzt: „The Subversive Stitch – Embroidery and the Making of the Feminine“ von Rozsika Parker. Wie wunderbar es passt, dass ich jetzt endlich Stramin habe, zusätzlich zu Garn und Nadeln.  Viele Botschaften zu versticken, mich endlich für Stickgeschenke revanchieren können. Hach, fein!

 

Auf der Rückseite eines weißen mit schwarzer Schrift bestickten Straminstoffes liegt ein beiges Buch im rechten oberen Eck des Bildes, so dass man nur den Buchrücken gut sieht. Es ist das Buch "The Subversive Stitch - Embroidery and the Making of the Feminine" von Rozsika Parker

beschenkt, 12

Von fluoreszent ein Buch bekommen, an dem ich mich nicht sattsehen kann. Im Herbst will ich American Studies studieren, den Sommer verbringe ich damit zu stricken, sticken und spinnen, da ist „Handmade Nation – The Rise of DIY, Art, Craft, and Design“ ein passender Schatz, der Finger und Forschen verknüpft. Dankeschön mit Kreuzstichherz!

Ein weißes Spinnrad, auf dessen Pedal das Buch "Handmade Nation - The Rise of DIY, Art, Craft, and Design" von Faythe Levine und Cortney Heimerl liegt.

beschenkt, 11

Eine kleine Peinlichkeit. Vor eine Weile kam ein Geschenkpäckchen, ich wusste nicht woher und nahm mir vor zu recherchieren. Jetzt finde ich den Zettel nicht mehr. Erinnere mich an „Sigourney“ aber ich bin unsicher. Ist es von dir? Wer bist du? Ich danke dir!

Das Cover des Buches "Geschichten aus dem Mumintal" von Tove Jansson, leiucht verschwommen hinter einem selbstgestrickten Fliegenpilz.

beschenkt, 10

Überraschung! Riesenpaket, unbekannterweise. Hätte Lila Lampion nicht kommentiert, ich hätte einen Suchaufruf mit Megafon und Taschenlampe starten müssen, hätte die Hand über die Brauen halten und rufen müssen, um mich bedanken zu können. Im Paket „The Corrections“ von Jonathan Franzen, „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ von Clemens Setz und „Die Mumins – Eine drollige Gesellschaft“ von Tove Jansson, übersetzt von Birgitta Kicherer. Das sind ja gleich drei Sachen auf einmal! Vielen Dank, lieber Lampion, vielen lieben Dank!

Das Buch "The Corrections" von Jonathan Franazen in einer Malereikiste mit Abrollgitter und Farbrollen im Hintergrund. Cover des Buches "Die Liebe in Zeiten des Mahlstädter Kindes" von Clemens Setz. Auf dem Cover ein Schwarz-Weiß-Bild eines Bären, der eine Hand um eine nachdenkliche junge Frau legt. Im Hintergrund ein Bild von Martina Hoffmann, auf dem ein Bär seine Pranke auf den Kopf einen kleinen Mädchens legt, das sich an ihn schmiegt. Das Buch "Die Mumins, eine drolliige Gesellschaft" von Tove Jansson hinter ein paar Zimmerpflanzenblättern, auf denen ein Vogel sitzt, von dem man nur das Plastikbeinchen im Licht sieht.

wip wednesday

eins, Schreiben: nein.

zwei, Selbstmachen: Die Wassermelonenjacke ist fertiggestrickt, nur noch die Fäden hinter der Knopfleiste müssen vernäht werden. Die Strickhose wächst, aber zäh. Nächste Woche.

Nahansicht der Knopfleiste, einer Wassermelonenjacke, am Kragen viel pinke Wolle, von der Brust an grüne Wolle. Auf der grünen Wolle rote Wassermelonenknöpfe, in denen ein Biss drin ist, auf der pinken Wolle rosa Wassermelonenknöpfe mit schwarzen Kernflecken drin.  In die pinke Wolle sind Kerne mit schwarzer Wolle gestickt. IMG_3709x Beine einer Wollhose, still in progress. Hellila Fußteile, dunkellila Beinteile aus Sockenwolle.

50g Wolle aus Portugal versponnen. Ein Spinnrad zum Geburtstag gewünscht, das kann Samstag pünktlich ankommen. Dann üben für die Tour de Fleece.

Um Stuhllehne gewickelte dunkelbraune Wolle

Puppennähidee. Mir ist ein Kind eingefallen, das ich beschenken könnte. Nadeln habe ich jetzt, es fehlt nur Material.

IMG_3727x

 

drei, Pflanzen: Manche wachsen, manche sterben. Wenn ich weine, gieße ich nicht. Müdes Zugucken.

Sechs Erdbeeren, die über den Balkonkasten hängen, zwei davon noch grün, der Rest fast reif. Tomaten- und Basilikumsetzlinge, die prächtig gedeihen. vertrocknete Petersilie im grünen Pappbecher, im Hintergrund ein Flyer desJungen Literaturhauses. Vertrockneter Koriander in Nahansicht.Fast vertrockneter Basilikum, im Hintergrund eine weiße Sprühflasche. Distelähnliche Blütenköpfe, lila, drei davon blühen. Im Hintergund eine verschwommene Baumkrone.

vier, Organisation: Korrespondenz, die aussteht. Selbstversuch mit Angestupst werden: jeden Tag raus, Balkon gilt nicht. Mehr trinken als geknabberte Eiswürfel. Seit Samstag tatsächlich täglich in Luft gewesen. Seit Samstag stehen hier jeden Tag neue Gläser, die zu einem Viertel ausgetrunken sind. Wir üben noch.

fünf, Fötus: Hm, pfff, joa. Nix. Entspannte Indifferenz.