Geschenkkette

„Die ersten fünf Menschen die diesen Status kommentieren erhalten irgendwann in diesem Kalenderjahr eine Überraschung von mir – ein Buch, Selbstgebackenes, eine Kerze, Musik oder eine andere lustige Überraschung! Es wird wahrscheinlich keine Vorwarnung geben und es wird geschehen, wenn mich die Lust dazu überkommt. Der Haken? Diese fünf Leute müssen das gleiche Angebot in ihrem FB Status oder auf ihrem Blog machen. Lasst uns 2013 nette, lustige Sachen für einander tun, ohne einen anderen Grund als jemanden zum Lächeln zu bringen und ihm_ihr zu zeigen, dass wir an ihn_sie gedacht haben. Für ein freundlicheres und erfreulicheres Jahr. :)“

Ich bin kein Kettenbriefgirl. „Kopiere das in deinen Status, wenn“-Texte machen mich achselzucken, ich lese sie und scrolle weiter. Selbst die ironischen finde ich nicht witzig. Praktische Hinweise, die man UNBEDINGT TEILEN soll, ignoriere ich. Ich bin skeptisch und oft zu Recht. Ich finde sie peinlich und gehe diesen Peinlichkeiten aus dem Weg. Make no mistakes. (Make nothing.)
Sah mehrere TEDTalks von Brené Brown über Shame und Vulnerability und Courage (Tipp: erst das, dann das) und versuche, zu verstehen. Dass ich diese Statusnachricht, die ich bei einer Freundin mit „Erste!“ kommentierte, nicht kommentarlos auf Facebook poste, sondern hier erläutere, hat ein bisschen damit zu tun. Nur nicht den Eindruck machen, Peinlichkeiten ernst zu machen. Dass ja niemand mit den Augen rollt. Dabei ist es so eine schöne Idee. Und passt zu dem was Brown herausgefunden hat – Vulnerability connects. Geschenke machen steht auf meinem Neujahrswunschzettel. Also kommentiert!

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Es gilt das Gleiche wie zum letzten Jahr. Wollen können ist toll. Ist wichtiger als müdes wünschen. Gilt gequengelt ebenso wie aus der Brust gesprochen. Ist ein Anfang.
Ich will so viel, eine Liste lohnte sich wohl. Ich will Freundschaften pflegen und schöne Geschenke machen, mich an Geburtstage erinnern und Päckchen verschicken. Ich will nicht nur die richtige Studienwahl treffen, das ist mir schon mal gelungen, ich will auch richtig studieren. Ich will meinen Ehrgeiz zurück und meine Monate mit Aufgaben füllen. Wieder debattieren, alleine verreisen, einladen, lernen und herstellen. Ich will Leben in mein Leben bringen und geben. Zum Beispiel wieder lächeln in öffentlichen Verkehrsmitteln und davon ausgehen üben, dass man mir Gutes will, anstatt schlagende Reaktionen vorzudenken für falls mir wer ungut begegnet. Ich will mir lieber das Lieben leichter machen.
All das aufgesagt mit Ausblick, mit Ferienhausblick, wie ein verspäteter Wunchzettel. Wie kann man nur glauben, dass sich ein Leben ändert, nur weil ein Kalenderblatt umgeschlagen wird?