verzweigen

„Heute müssen wir Kirschzweige schneiden“, sagt Mutter, „für jeden von uns einen.“
„Und dann?“ fragt Schnüpperle.
„Dann bindet jeder ein buntes Bändchen an seinen Zweig, damit er ihn wiederkennt, und dann stellen wir sie alle zusammen in eine Vase.“
„Und dann?“ fragt Schnüpperle.
„Dann werden sie zu Weihnachten blühen. Und wer die meisten Blüten an seinem Zweig hat, der wird im nächsten Jahr das meiste Glück haben.“[BARTOS-HÖPPNER, Barbara: Schnüpperle. Gütersloh : Bertelsmann Jugendbuchverlag, 1969, S. 19]


Letztes Jahr
zum Barbaratag. Dieses Jahr holen wir die Kirschzweige aus dem Friedwald, auf dem unser Baby wohnt. Als ob das Leben ein Roman oder Spielfilm sei und alles, was passiert, werde im Lauf des Plots durch Andeutungen vorbereitet. Das mit dem nonlinearen Erzählen müssen wir noch üben.

 

3 Gedanken zu “verzweigen

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