ein Monat


Wir heizen hier noch nicht. Selbst wenn, wären meine Tipp- und Mausfinger weiterhin kalt. Fast wie ihre Hände, nur nicht so sandig. Große Lust, Sachen zu machen, mich müde ins Sachen-Machen reinzulegen. Zu lesen, nähme ich mir die Zeit dazu. Adventskalender vorzubereiten und Post zu verschicken. Ein Monat und ich komme ans Fühlen ran, als lehnte ich über einem Gatter, und Handausstrecken, aber mehr ist zu anstrengend. (Sich fallenlassen ist Arbeit, dass wissen alle, die gelernt haben in die Dusche zu pinkeln.)
Musste nun erst mein Kind sterben, damit ich zweifellos & gewiss sagen kann, dass ich ein Kind haben möchte? Arg drastisch, so. Dass jemand draufgeht, damit ich mich daran erinnere, dass ich mal Empathie, Hingabe und Schenken draufhatte. Dass „all those feelz“ mich mal nicht erschreckte, sondern aus mir wuchs. Es keimt wieder. Ich will gern was Neues bauen, aber hier ist noch ganz schön Unordnung.

5 Gedanken zu “ein Monat

  1. Oh, bei dir kommen auch diese unbekannten Triebe raus. Hier auch. Ich bin gespannt, was es ist. Ich vermute, eine Kaiserwinde oder sowas. Hm.

    Schön, daß du jetzt fühlst. Ich habe gerade gestern einen Text zum Thema Trauer gelesen (ein Freund von uns ist Bestatter und gibt Seminare in Trauerarbeit usw) und an dich gedacht. Ich hoffe, ihr habt gute Unterstützung für diese Lebensphase. Und ich hoffe noch mehr, daß ihr gestärkt da raus geht. Für alles, was da noch schönes auf Euch wartet.

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