This is a reminder


Die Anleitung ist leicht, aber die Rührmischung eine Zufallszusammenstellung. Man nehme einen hellen Tag, einen Spaziergang, gerade warm genug, um mit dünner Strumpfhose nicht weinen zu müssen, etwas Leichtes zu erledigen, Tanzmusik und Alleinzeit daheim. Ich weiß was. It’s easily easening me.

When I was a kid I wanted to be. When I was an adolescent I dreamed to do. See:
Ich war nur dann mal Duttmädchen, wenn ich mir Stifte ins Haar stecken wollte oder um mit Zahnstochern einen Igel auf meinem Kopf zu bauen.  Die Studentin in meinem Kopf trug Pferdeschwanz und Brille, träumte nicht narzisstisch rum, sondern war erfolgreich, engagiert und klug. Meine narzisstischen Träume zwischen 15 und 17.
Ich bin kaum Kind und will. Ich schreibe still, was bitte wird. Sieh:
Tanzen, Singen (Volksmusik, Lieblingslieder, Opern), Orchesterinstrumente spielen, als Soloistin. Ins osteuropäische Ausland gehen, nur um zu schreiben; ein Altstadtzimmer mit Wasserkocher und Heizung, allein sein und zuschaun und neu sprechen lernen. Über den Atlantik und Menschen kennenlernen und sprechen und politisch arbeiten (genderstudiesUNwhatevs). Mich bewegen, ohne festgebunden zu sein. Ich will nicht für Lohnarbeit leben müssen, ich will eine Arbeit, von der ich gut leben kann, ich will, dass Arbeit keine Rolle spielt, ich will eine Arbeit, die was bedeutet.
Und ein Kind, aber das passt so noch nicht dahinein. Ich will mit Kind in den Norden gehen, es soll es in Schulsachen besser haben. Wenn ich vor dem Grundschulalter Puppenmama spielte und internationale Abenteuer erlebte, gab es keinen Mann an meiner Seite, ich schaffte und machte alles alleine. Der Mensch, den ich liebe, ist der Mann an meiner Seite geworden; er bleibt. Aber wo ich? Wohin gehen wir zusammen?

Tanze vor dem Spiegel und halte mir die Haare hoch. Für einen Dutt reicht es noch nicht, halbe Flechtzöpfe bekäme ich hin. Dazwischen schnippse ich Synkopen und habs: Es ist alles drin.  Alles, was ich machen will. Es ist alles da. Alles, was ich haben will. Es ist einfach: Wenn ich schreibe. Ich kann sein und tun und mich reindenken und muss mich nicht festlegen und kann mich bewegen, obwohl ich an anderem hänge. Alle Berufe, alle Länder, jede Musik. Es geht. Ich will dieses Aha nicht verlieren.

(reminder: save yourself alony spaces, both in time & room. no compromise.)

2 Gedanken zu “This is a reminder

  1. Großartig: Wenn man sich in fremden Worten so sehr wiederfindet, als wären sie für einen selbst geschrieben. Danke!
    Ein wichtiger Reminder. Wie sehr ich doch hoffe (für dich, für mich, für alle), dass er auch einhaltbar ist…

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