Arrival

Foto von Klaus Hausbalk

In ein Gleißen schrägt ein Typ nen groben Satz hinter mir vorbei. Ein Gleißen, dem ich entgegenschwimme, ich verfang mich nicht an schimmerrandigen Menschensilhouetten. Der Satz ist längst mild, so sehr habe ich ihn vergessen. Am Bahnhof ist das grelle Licht eine Kugel, immer mir voraus, thus I follow. Wie die Magnetwirkung von Umarmsalzstreuern, aber klick macht es nicht. Ich habe eine bunte Waschmaschine zur Handtasche. Die schwenke ich ein wenig, wenn ich Sympathien auf mich ziehen will. Doch ich bin für mich und für mich atme ich in meinen Sitz und ich allein ess weiße Vanilleschokolade, die ich nur dazugekauft habe, um mit Karte bezahlen zu können. Eine Frau fragt nicht, ob neben mir noch Platz sei und duftet sehr erwachsen. Am Ankunftsort riechen die Straßen nach Katzenfutter, in alt und nicht die saftsame Dose frisch geöffnet. Wie unterschiedlich schwierig Ankunft und Aufbruch mir mal waren, und Reise: es ist alles nur Zeit, die vergeht. Das Wort Arrival lässt sich aufstolpern, wegditschen wie flache Kiesel, wenn man’s kann.  Später gibt es Eisnebel, wir hoffen auf ein Sonderangebot für Handschuhe in der nahen Einkaufsladenfiliale, wir frieren und staunen über die glatte Zufahrt. Diese Stadt froststöhnt, nur wer macht ihr jetzt eine Wärmflasche?

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