Blütenlese

We have need of a soothing story to banish the disturbing thoughts of the day, to set at rest our troubled minds, and put at ease our ruffled spirits.

Müll würde machen, dass dieses Zimmer kein Kitsch wäre. Müll macht das macht nichts. Taschentuchtauben auf dem Tisch. Das Tanka-Buch auf der Toilette spricht von Kissenworten. Ich kann nur raten, was das meint. Makurokotoba. Taschentuchtiere, daneben ein ein Milchkännchen mit drei dickblühenden Rosen drin; cremeweiß, cremerosa, zartrosa. Taschentuchgefeder, ich weigere mich, das Allergie zu nennen. Ich pack mir lieber eine Schere in die Tasche, um behender zu pflücken. Sie rankt sich entgegen, die Stadt mit ihrem Stolz in Blumen.  Eine Überflut. Wie die Ostsonne mit Glitzerklebefolierollen spielt, ein Kinderspielelicht. Neonflimmerlid, ich leg mich, ich bette mich in. Und unter den Spitzenborten, die mein Betthimmel sind, ist immer noch ein Platz frei. Meine Matratze trägt. Mein selbstgebauter Lattenrost hält viele meere aus. Später äße man Suppe aus Kokosmilch und roter Beete. Das gäbe gute Flecken auf der weißen Decke. Man könnte die Taschentuchvögel darauf heben.

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