Liebes Christkind,

ich wünsch mir was. Ich mag dich wieder klingeln hören und dann geht die Tür auf und es ist SO schön und es leuchtet und man kann sich nicht satt sehen, nie satt sehen, es ist SO schön und die Musik und die Pakete und es ist SO schön und meine Güte, was da alles drin ist, im Moment, in den Päckchen, im Licht.

Ich wünsche mir Bücher und einen Granatapfelentkerner und eine Waschmaschine und einen Backofen und eine Mikrowelle, die Essen auch warm macht, und diverse Möbel und einen Friseurbesuch und einen Wienbesuch und Geld.

Ich wünsche mir, Sachen nicht nur als schön erkennen zu können, ich wünsche mir, mich zu freuen. Darauf und darüber. Ich wünsch mir das so sehr, so sehr weit weg ist das.

Ich wünsch mir was, liebes Christkind. War brav und fromm und zögerlich. Ich hab das nicht verdient, es gibt trotzdem nichts dagegen einzuwenden. Ich wünsch mir was und hab die Zettel gegessen. Kopfzettel denkt sich nach Himmelsthür, im Schlaf. Ich wünsch mir was.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s