Grüner Falter der Frühe

[…] Falter, fall mir ins Haar,/ Daß es mich freudiger treibt in die Helle […]
Grüner Falter, Georg von der Vring

Kann nicht knien, weil ich es kinderähnlich aufschürfte, das Knie (nicht Lieder lesen bei Bordsteinüberquerungen!), muss aber auf dem Boden arbeiten, weil es es so viel und weit ist. Schneidersitz, das geht. Schreibtischstuhl, das geht nicht mehr lange, er ist so unbequemgesund. Oder das Nichtschlafen. Das Internetkabel reicht nicht bis zum Bett, ich kann noch nicht mal so tun als ob; kann nicht auf mich selbst rein und in die eigene Falle fallen. Stattdessen Reader basteln. Mit dem Zeitdruck sinkt der Anspruch; das werden sehr alberne Bilder. Mit dem Sonnengang steigt die Angst, nicht fertig zu werden. Mit der Müdigkeit kommt die Ruhe. Herzkasper war gestern. Heute ist Hurz. Hielte sie gerne noch etwas auf und an, die Nacht, und den Tag davon ab,  zu rasen (lieber Tag, so denk doch an deinen hohen Blutdruck!) In acht Stunden werde ich den Weg durch den Anlagenring gehen, an bad (misogyn) old Schopenhauer vorbei, quer durchs Gras, Blick zu den Pufffensterherzchen, um nach der Uhrzeit zu sehen, wo keine Uhr mehr steht und dann ein Schwenk nach rechts hinein ins Marmorsäulenzuhause. Dann wird es leichter.

Vorher die Reisetasche: ich packe meinen Koffer und nehme mit – Arbeit.

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